Kay on Tour

Schon Kay´s erste Tournee – „ISSO“ sorgte für fulminante Erfolge. Volle Häuser, begeisterte Besucher, tolle Zeitungsartikel, grandiose Resonanz und der Wunsch des Publikums nach mehr.

» Wie ein junger Dinosaurier« Lebendige Bühnenfiguren
Sie könnten Zwillinge sein: Heinz Erhardt und der Kabarettist Kay Scheffel. Seit Jahren tritt er mit Bauch und Brille auf – hat damit schon etliche Promis begeistert. Er macht das so gut, dass sogar Erhardts Tochter nach einem Auftritt die Tränen kamen. Doch nicht nur das: Er singt, schauspielert und beherrscht die Kunst des Bauchredens. Das wird er am Sonntag in Bad Nauheim zeigen. Im Interview spricht er über seine Vorbilder, besondere Musik und Alfons Schuhbeck als Plüschfigur.

»Wer sich selbst auf den Arm nimmt, erspart anderen die Arbeit«, sagte einst Heinz Erhardt, und Kay Scheffel meint das auch.

„Gießener Allgemeine – Im Interview“

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Universalkünstler

Ich bin wie ich bin

„Mein Vater sagte stets zu mir, mein lieber Sohn ich spüre in Dir, so manch verborgenes Talent, und weil die Menschheit so schnell rennt, ist es schon viel zu oft passiert, das man den Blick dafür verliert, was tief in seinem Innern wacht und wartet das man es entfacht.

Ich rate Dir Dich zu entdecken, all die Talente aufzuwecken. Dann bilde Dich an ihnen aus und binde sie zu einem Strauss.
Damit es wirklich vorwärts geht, achte stets auf Qualität. Nur mit Charisma und Niveau bist Du der Star in Deiner Show.

Kay Scheffel hat die Worte seines Vaters in sich aufgesogen und lebt Sie aus, in all seinem bunten Facetten-Reichtum. Millionen Menschen durften sich schon von seiner Vielfältigkeit überraschen lassen und es werden täglich mehr.

Kay im Interview mit der „Gießener Allgemeine“

Ein Blick auf Sie genügt, und man hat eine ganz klare Assoziation: Heinz Erhardt könnte fast von den Toten auferstanden sein.

Wie sind Sie zu dieser Kunstfigur gekommen?
Kay Scheffel:
Mein alter Ego Heinz Ehrhardt, entstand aus der Bitte meines Publikums. Sie stellten die starke Ähnlichkeit fest, so wie Sie. Man forderte mich auf, doch etwas von dem legendären Kultvater der Comedy, bei meinen Auftritten vorzutragen. Seither begleitet mich sein Geist auf allen Wegen.

Was fasziniert Sie an Erhardt?
Kay Scheffel:
 Ich bin quasi mit ihm aufgewachsen. Er war der liebe Onkel, den man in den Arm nehmen oder trösten wollte, wenn er wieder etwas sinnig unsinniges angestellt hat. Für mich war er so authentisch und urkomisch. Einer aus dem Volk, der albern war, aber auch sentimental. Halt so wie ich. Über ihn kann ich heute noch lachen, denn sein Humor ist unvergänglich.
Die Kunstfigur mit Bauch und Brille ist nicht das Einzige, das Sie auf der Bühne zeigen. Sie sind Sänger, Bauchredner, Komiker, Schauspieler.

Was machen Sie am liebsten?
Kay Scheffel::
Das ist sehr schwer zu sagen, ich mache alles so gerne. Dabei kommt es mir letztendlich nur auf eines an, mein Publikum zu begeistern. Wenn meine Gäste lachen, mir zujubeln und vor Lachen, Tränen in den Augen haben, bin ich der glücklichste Mann der Welt. Ich mag die lauten, ebenso wie die leisen Töne. Die Shows auf den Bühnen der Spielstätten, im Fernsehen, Rundfunk sind meine Welt. Es ist der schönste Beruf, den ich mir für mich vorstellen kann.

Zur Unterstützung beim Bauchreden haben Sie Figuren dabei. Welche sind das?
Kay Scheffel:
 Oh, das sind mittlerweile einige. Meine Hauptcharaktere sind Rocky und Juanita, ein frecher Rabe und eine herausgeputzte schillernde kleine Ente aus Las Vegas. Ganz neu im Programm sind Donut, ein ziemlich durchknalltes Fantasiewesen und Cha-Cha-Cha. Ihr vollständiger Name ist, Cheyenne Chantal Chanell. Es sind eigentlich noch viele mehr. Und Alfons Schuhbeck, für den ich ein ganz spezielles Programm samt Schaumgummifigur geschrieben habe.

Bei dieser Kunst bleibt Kindern der Mund offen stehen vor Staunen. Was findet das erwachsene Publikum am Bauchreden?
Kay Scheffel:
 Erwachsene sind große Kinder. Und erwachsene Kinder kann ich auch mit intelligenten, eindeutig, zweideutigen Gags beliefern, über die kleine Kinder gar nicht lachen würden. Ich möchte sogar behaupten, dass das Bauchreden in erster Linie für Erwachsene anstatt für Kinder gedacht ist. Ich stoße gerade in den letzten Jahren immer häufiger auf voreingenommene Menschen, die das Bauchreden im Allgemeinen als billigen Klamauk verstehen. Die traurige Wahrheit ist, dass es nur eine Handvoll gute Bauchredner in Deutschland gibt. Ich freu mich zu denen zu gehören, die diese wunderbare Kunst salonfähig halten.

Wenn Sie singen, was ertönt?
Kay Scheffel:
 Oh, so einiges. Ich singe unterschiedliche Songs. Viele werden von mir mit deutschen Texten versehen. Dazu gehören »Time after Time« von Cindy Lauper, »Smile« von Charly Chaplin, in der Version von Michael Bublé. »I would do anything for love« von Meat Loaf. »You are so beautiful« von Joe Cocker oder »Somewhere over the Rainbow«.

Sie sagten, Sie wollten nie Parodist werden. Warum sind Sie es trotzdem geworden?
Kay Scheffel: Ich bin nicht wirklich Parodist. Auch wenn ich in die Haut von Erhardt, Elvis und Meat Loaf schlüpfe, interpretiere ich sie, wie ich es empfinde und verstelle nicht meine Stimme. Viel eher ist es richtig, wenn man sagt, er sieht aus wie Erhardt, Elvis und Meat Loaf und singt oder rezitiert etwas von ihnen.

Ihr Programm heißt »…isso«. Was erwartet die Zuschauer?
Kay Scheffel:
 Ein zweistündiger Ausflug in die Show-Welt von Kay Scheffel. Jede Menge Musik, Gesang, und ich werde meine Puppet-Partner vorstellen. Lachen, Weinen und den Alltag vergessen. Das ist angesagt.

Sie lassen sich in keine Schublade pressen. Ist das Absicht?
Kay Scheffel:
 Ja. Leider kann ich nur sehr selten über Comedians im Fernsehen lachen oder mitfühlen. Es gibt Ausnahmen. Meine langjährigen Kollegen und Freunde, Hans Joachim Heist, Eckardt von Hirschhausen, oder Atze Schröder zum Beispiel. Und natürlich Sascha Grammel, der zur Zeit dafür sorgt, den Menschen zu zeigen, was Bauchreden wirklich bedeutet. Hape Kerkeling, Anke Engelke und Jürgen von der Lippe, sind und waren meine absoluten Spitzenreiter. Ich fühle mich wie ein junger Dinosaurier in der Unterhaltungsbranche. Es liegt mir sehr am Herzen, das Niveau und die Kunst der großen Komiker und Showmaster aufrechtzuerhalten.

Womit finden Sie nach einem Abend in all Ihren Rollen wieder zu sich selbst.
Kay Scheffel: Interessante Frage. Eigentlich bin ich immer ich selbst. Aber natürlich bin ich auch nach der Show noch voll von Adrenalin und euphorischen Gefühlen. Es gibt nicht sehr viele Dinge in meinem Leben, die von der körperlichen, seelischen und geistigen Befriedigung vergleichbar großartig wären. Deshalb brauche ich auch eine gewisse Zeit, um wieder von diesem Höhenflug herunterzukommen. Der Grund, warum Künstler morgens länger schlafen, denke ich.
Er hat viele Facetten, die auf der Bühne zum Leben erwachen: Heinz Erhardt, Frank Sinatra, Sascha Grammel, Harald Juhnke, Peter Frankenfeld, Rudi Carrell, Elvis Presley, The Blues Brothers und Rapiers Delight. Eine Mischung aus Kabarett, Musik, Bauchreden und ganz viel Humor. (pm) “ Eigentlich bin ich kein Parodist „

Es geschah vor der Show …